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Denk ich an Ostfriesland, denk ich an die vielen schnur­geraden Kanäle und an die Moore. Gemeinsam haben sie Geschichte geschrieben und prägen bis heute als urtypische Landschaftsform das Bild Ostfrieslands. Besonders die Gegenden um Wiesmoor und am Ewigen Meer sind für mich ein Ruhepol. Hier bin ich am liebsten unter­wegs. Aber auch eine Partie entlang des Ems-Jade-Kanals wirkt bei mir – ich weiß auch nicht warum – wie Balsam auf meiner Seele.

Reinhard Former
Chefredakteur

Hildegard Schepker
Chefin vom Dienst

Denk ich an Ostfriesland, dann denk ich an das Rheiderland, von relativer Unberührtheit, im Norden geprägt von Ems und Dollart, von Marsch und mächtigen Polderhöfen, in der Mitte von einem Geestrücken, im Süden von Moorlandschaft. Ostfriesland im Kleinen! Und wenn ich über den Dollart blicke, denke ich daran, wie diese Meeresbucht im Jahre 1362 entstand, als die Marcellusflut blühende Dörfer unter sich begrub. Ostfriesisches Atlantis ...

Denk ich an Ostfriesland, denk ich an die Knock – mein „Tor zur Welt“ wenn ich Fernweh habe. Mit dem Blick auf die weite Emsmündung gehen meine Gedanken mit der frischen Brise, Ebbe und Flut und den vorbei ziehenden Schiffen auf die Reise um die Welt – am liebsten bei Windstärke zehn.

Linda Fischer
Redaktionsassistentin

Silke Arends
Redakteurin

Denk ich an Ostfriesland, denk ich an den Himmel. Dieses Luftmeer ist die (um)spannende Kulisse unseres Alltags und einem manchmal so nah wie die Bettdecke und so dicht wie ein Schafspelz. Mathematik ist mir ein Graus, aber es gibt eine himmlische Formel, die ist einfach, zu schön und wahr: Neunzig Prozent Himmel und zehn Prozent Erde ergeben hundert Prozent Ostfriesland.

Denk ich an Ostfriesland, denk ich an die vielen Begegnungen mit den unterschiedlichsten Menschen und unverhofften Beobachtungen am Straßenrand. Ostfriesland liegt an den Nebenstrecken, der Zufall bringt die Geschichte. Montag ist Frauentag: da tragen ostfriesische Wäscheleinen Kleidung ...

Martin Stromann
Bildredakteur

Holger Bloem
Redakteur

Denk ich an Ostfriesland, denk ich an Ebbe und Flut. Kommen und Gehen. Gebären und Sterben. Das Meer, das mir entgegenrollt, wenn ich den Strand betrete und der Sand sich wie ein Schleier erhebt. Dann halte ich den Atem an und mein Herz schmilzt dahin vor Liebe, Bewunderung und Furcht. Ein Zustand nahe an der Wunschlosigkeit.

Denk ich an Ostfriesland, denk ich an ein Dünental auf Langeoog. Vor vielen Jahren habe ich dort einen Nachmittag im sommerwarmen Sand gelegen und mich von meinen Eindrücken und Empfindungen treiben lassen. Diese Stille, dieses Einswerden mit „Mutter Natur“ – einfach überwältigend. Dieses Gefühl von tiefer Zufriedenheit kann man für kein Geld der Welt kaufen. Zum Glück.

Andreas Litzkendorf
Redakteur
 
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